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Cool Brexitannia? Zehn Jahre nach dem BREXIT-Votum

Seit der Entscheidung der Britinnen und Briten vor 10 Jahren, am 23. Juni 2016, die EU zu verlassen, kommt Großbritannien nicht zur Ruhe. Trotz des Erdrutschsiegs der Labour Partei bei den Wahlen 2024 und ihrer daraus resultierenden Riesenmehrheit im Unterhaus rückt Reform UK, die Partei des außenrechtsgerichteten "Chef-Brexiters" Nigel Farage, immer näher an die Macht. Die britische Regierung möchte nun mit einer Wahlreform die parlamentarische Demokratie gegen den aufkommenden Rechtspopulismus und die Demokratieverdrossenheit stärken. So sollen bei den nächsten allgemeinen Wahlen zum Unterhaus (spätestens am 15. August 2029) schon 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben dürfen. Bei den letzten Unterhauswahlen 2024 betrug die Wahlbeteiligung lediglich 60%. Mit anderen Worten hatten 4 von 10 Wahlberechtigten keine politische Heimat. Die regierende Labour Partei unter Premierminister Starmer setzt nun auf die tolerante Weltanschauung der Jugend in einer multikulturellen Gesellschaft. Ob die ca. 1,3 Mio. 16- und 17-jährigen Erstwähler*innen die Labourregierung für diese erstmalige Chance, ihre Zukunft demokratisch mitzubestimmen, mit ihrer Wählerstimme honorieren, bleibt abzuwarten.
Eines der Hauptwahlmotive für den Brexit war das Thema Migration, das die politische Stimmung in ganz Europa bis heute wesentlich prägt. Der Brexit kann als wesentlicher Bestandteil der Entsolidarisierung und Destabilisierung der Europäischen Einigung nach dem Zweiten Weltkrieg verstanden werden. Während rechtspopulistische Parteien in den "Kernländern Europas", Frankreich, Deutschland und Großbritannien, nicht aufzuhalten scheinen, findet mittlerweile - und paradoxerweise - eine große Mehrheit der britischen Bevölkerung, dass der Brexit gescheitert ist. Wo steht das Land zehn Jahre nach diesem wegweisenden Votum? Wie kann eine weitere Entwicklung nach "Rechtsaußen" abgewendet werden?

Referent ist der deutsch-britische Autor Robert Tonks, der 1955 in Wales geboren wurde, in Portsmouth und Duisburg studierte, und sich schließlich in NRW niederließ. Er wurde EU-Beauftragter der Stadt Duisburg, war verantwortlich für zahlreiche Projekte und Bildungsangebote zur EU-Politik sowie stellvertretender Leiter des Duisburger Wahlamtes. Heute ist er erster Vorsitzender der deutsch-britischen Gesellschaft Duisburg e.V. Als Doppelstaatler verbringt Tonks nach wie vor viel Zeit in Großbritannien.

Um telefonische Anmeldung wird gebeten: 02831-9375-0

Kurstermine 1

Insgesamt gibt es 1 Termine zum diesen Kurs
Datum Ort
1 Montag  •  22.06.2026  •  19:00 - 20:30 Uhr VHS Geldern, Raum 106
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