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Hans Rosenthal – zwei Leben in Deutschland

Als der 1925 in Berlin geborene Hans Rosenthal im Alter von 55 Jahren seine Autobiografie veröffentlichte, gehörte er seit Jahren zu den bekanntesten Deutschen.
Mit seiner ZDF-Rateshow „Dalli Dalli“ war er in den 1970er Jahren zum beliebtesten Showmaster der Fernsehlandschaft geworden, mit scheinbar immerwährender guter Laune verdiente er sich den Titel „Spaßmacher der Nation“. Den allermeisten Fernsehzuschauern war bis zum Erscheinen seiner Autobiografie im Jahr 1980 nicht bekannt, dass Hans Rosenthal vor seiner Karriere in Rundfunk und Fernsehen ein ganz anderes Leben geführt hatte.
Als Jude in Deutschland erlebte er als Kind ab 1933 all die Diskriminierungen, die die Nationalsozialisten gegenüber jüdischen Deutschen veranlassten. Schon mit 15 Jahren musste er ab 1940 Zwangsarbeit leisten, zweimal entging er nur knapp Deportationen in ein Vernichtungslager. Seit März 1943 lebte er – versteckt von drei mutigen Berliner Frauen – in einer Kleingartenanlage im Bezirk Lichtenberg - bis zu dem Tag, an dem die Panzer der Roten Armee ihn aus seiner Isolation befreiten.
Sein jüngerer Bruder und zahlreiche Verwandte Hans Rosenthals waren in dieser Zeit Opfer des Holocaust geworden.

Der Vortrag wird in Wort, Bild und Videoausschnitten zeigen, was den Überlebenden des Holocaust dazu bewog, nach 1945 in Deutschland zu bleiben, wie er sich – gegen äußere und innere Widerstände – in der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft durchsetzte, und welche Ereignisse in den Jahren 1978 und 1979 es waren, die ihn dazu bewogen, seine Lebensgeschichte 1980 erstmals zu publizieren.

Telefonische Anmeldung erforderlich: 02831-93750

Kurstermine 1

Insgesamt gibt es 1 Termine zum diesen Kurs
Datum Ort
1 Montag  •  05.10.2026  •  19:00 - 20:30 Uhr VHS Geldern, Raum 106
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